Schnarchtherapie
Schnarchen ist nicht nur ein nächtliches Geräusch – es kann die Schlafqualität der Betroffenen und ihrer Partner erheblich beeinträchtigen und ein Hinweis auf behandlungsbedürftige Atemstörungen sein.
Mit individuell gefertigten Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) lässt sich bei vielen Patientinnen und Patienten eine deutliche Reduktion des Schnarchens erreichen. Durch die gezielte Vorverlagerung des Unterkiefers bleibt der Rachenraum freier, die Atemwege können stabilisiert werden und der Luftstrom wird harmonisiert.
Im Zahnlabor De Fazio fertigen wir Schnarchtherapie-Schienen nach ärztlicher Diagnose und zahnärztlicher Indikationsstellung – mit Fokus auf Tragekomfort, Funktion und eine möglichst einfache Handhabung im Alltag.
Unsere Leistungen in der Schnarchtherapie
Je nach Indikation, Gebisssituation und ärztlicher Vorgabe setzen wir verschiedene Schienenkonzepte um:
- Individuelle Unterkieferprotrusionsschienen – nach Zahnreihen und Bisslage des Patienten gefertigt
- Monoblock-Schienen – einfache, stabile Konstruktion mit fester Protrusionsposition
- Duoblock-Systeme – Ober- und Unterkieferanteile mit seitlichen Kopplungselementen
- Stufenlos oder stufenweise einstellbare Schienen – zur kontrollierten Anpassung der Protrusion
- Therapie-Schienen aus hochwertigen Kunststoffen – glatte, polierbare Oberflächen für hohen Tragekomfort
- Ersatz- und Kontrollschienen – für langfristige Therapiekonzepte
Vorteile individueller Schnarchtherapie-Schienen
Gegenüber konfektionierten Standardlösungen bieten individuell gefertigte Schienen zahlreiche Vorteile:
- Hohe Passgenauigkeit durch laborgefertigte Basis auf Modellen oder digitalen Datensätzen
- Verbesserter Tragekomfort – keine scharfen Kanten, angepasste Ränder und gleichmäßige Kraftverteilung
- Gute Retention – sicherer Halt auch bei geöffnetem Mund
- Individuell einstellbare Protrusion (je nach System) zur optimierten Therapieeinstellung
- Hygienefreundliche Oberflächen – leicht zu reinigen und widerstandsfähig gegen Verfärbungen
Für die Betroffenen bedeutet das häufig: weniger Schnarchgeräusche, erholsamerer Schlaf und eine Entlastung für das direkte Umfeld.
Wann kommen Schnarchschienen zum Einsatz?
Schnarchtherapie-Schienen werden in der Regel nach ärztlicher Diagnostik sowie in enger Abstimmung mit der Zahnärztin bzw. dem Zahnarzt eingesetzt:
- bei primärem Schnarchen ohne relevante obstruktive Schlafapnoe
- bei leichter bis mittelgradiger obstruktiver Schlafapnoe – nach ärztlicher Empfehlung
- als Alternative oder Ergänzung zu anderen Therapieformen (z. B. CPAP)
- bei Patienten, die sich eine komfortable, nicht-invasive Lösung wünschen
Ob eine Schnarchschiene geeignet ist, wird immer interdisziplinär entschieden – auf Basis zahnärztlicher, HNO- oder schlafmedizinischer Befunde.
Vom Befund zur individuellen Schiene
Eine wirksame Schnarchtherapie-Schiene entsteht aus einem strukturierten Ablauf zwischen Arzt, Praxis und Labor:
- Diagnostik und Indikationsstellung durch Schlafmediziner, HNO oder Hausarzt
- Zahnärztliche Befundaufnahme inklusive Kontrolle von Gebiss, Parodontalstatus und Kiefergelenk
- Abformung oder Intraoralscan von Ober- und Unterkiefer sowie Registrierung der Bisslage
- Laborseitige Konstruktion und Fertigung der Schiene in der gewünschten Protrusionsstellung
- Anprobe, Anpassung und Verlaufskontrolle in der Praxis – bei Bedarf mit stufenweiser Nachjustierung
So entsteht eine individuelle Lösung, die funktionell wirkt und gleichzeitig alltagstauglich bleibt – Nacht für Nacht.